Sex, Drugs & Techno (2002)

Ein Tag mit Lisa

Lisa hat ihre Eltern verlassen, ist aus dem Heim abgehauen und nach Berlin gefahren. Damit hat sie sich gegen einen Realschulabschluss, eine kaufmännische Ausbildung und eine kleinbürgerliche Ehe entschieden. »Es ist jetzt vorbei, es ist Vergangenheit, es ist vergessen. Ist mir auch scheißegal, was früher war, ich meine, ich muss in die Zukunft leben. Was soll's?«

Ihre Freiheit finanziert sie, indem sie sich auf der K – der Kurfürstenstraße, einem Drogenstrich in Berlin – prostituiert. Lisa ist sehr jung, da hält schon nach ein paar Minuten ein Auto. In einem Jahr, spätestens in zwei Jahren wird sie mehrere Stunden auf einen Freier warten müssen, doch daran denkt Lisa jetzt nicht. Vor einigen Tagen hat sie das erste Mal »eine Folie gezogen« und musste sich mehrmals übergeben. »Wenn man nicht abhängig ist, kotzt man. Aber das Feeling war danach wieder richtig geil.« Fast jede Nacht verbringt sie in Clubs, tanzt stundenlang, bis alles von ihr abfällt und nur der Augenblick bleibt. »Einfach nur Fun«, sagt Lisa.

In Sex, Drugs & Techno gibt sie einen Einblick in ihre Welt.

Produktion: Deutschlandradio