Kinder von Sodom und Gomorrha (2009)

Warum afrikanische Jugendliche nach Europa flüchten

Ein Mädchen, das eigentlich in die Schule gehen sollte, verkauft von morgens bis abends Trinkwasser in blauen Plastikbeuteln. Um sie herum zerschlagen Jungen, von denen der kleinste sechs Jahre alt ist, gebrauchte Computermonitore und andere Elektrogeräte mit bloßen Händen. Dann zünden sie die Schrotthaufen an. Wenn alle Kunststoffe verbrannt sind, bleibt Kupfer übrig, für das sie etwas Geld bekommen.

Früher war hier eine blaue Lagune, doch ihr Wasser hat heute die Farbe von Teer. Sodom und Gomorrha ist ein Armutsviertel in Accra, der Hauptstadt von Ghana, das auf Stadtplänen nicht verzeichnet ist. Tausende Kinder kommen hierher, um an dem vermeintlichen Reichtum von Abfall teilzuhaben.

Regelmäßig werden sie von einem Traum heimgesucht. Er heißt Europa. Doch für die meisten geht er nicht in Erfüllung. In Kinder von Sodom und Gomorrha spricht ein Reporter mit ihnen, auf ihrem Weg durch Ghana, Mali und Marokko, und geht gleichzeitig der Herkunft des Elektroschrotts nach.

Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg, NDR, WDR, SWR, NRK