Die K (2005)

Szenen eines Drogenstrichs

Eigentlich ist die K eine ganz normale Straße. Der Verwaltungsangestellte Norbert fährt hierhin, ohne genau sagen zu können, was er hier sucht. Manuela, arbeitslos, braucht fünfundzwanzig Euro. Der Baggerfahrer Horst ist hier, um seinem Hobby nachzugehen. Die Rentner Kalle und Heinz sind nur zum Gucken hierher gekommen, obwohl es nichts zu sehen gibt. Der Polizist Harry findet Spuren von Betäubungsmittelmissbrauch. Mahmud ist hier, um Drogen zu verkaufen. Sebastiano ist hier, um Drogen zu kaufen – von dem Geld, das Angie hier verdient. Die Schülerin Katrin fragt sich manchmal, warum sie auf dieser Straße steht.

Eine Art Engel – oder ist sie selbst eine Prostituierte? – spricht mit ihnen allen, mal Trost spendend, mal hart oder zynisch. Sie besucht die Mädchen am Straßenrand, wacht über den Sex in Norberts Auto, schwebt durch die Tiefgarage und die türkische Imbissbude, und schaut Lisa beim Schminken in einer Hinterhauswohnung zu. In Die K offenbaren sich Seiten des Lebens, die sonst unsichtbar bleiben.

Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg, DLF